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Aufzucht 2010, Teil 2


1. Juli 2010

Seit heute sind alle Aglais urticae verpuppt, so dass ich die Brennesseln aus dem Kasten genommen habe. Außerdem hat heute die erste Saturnia-Raupe das L4-Stadium erreicht:



Häutung einer Saturnia-Raupe

Und schließlich hat sich im kleinen Kasten auch die Raupe des Malvenspanners (Larentia clavaria)  zur Verpuppung eingegraben. In ungefähr einer Woche buddle ich mal danach, bis dahin sollte sich das Tier verpuppt haben.


3. Juli 2010

Inzwischen habe ich eine Saturnia-Raupe an einer unserer Weiden gefunden, die so gar nicht in irgendwelche Muster passt. Ich habe sie meinem Aufzugskasten verabreicht, weil ich wissen will, was daraus entsteht:



Im Kasten sind derzeit fünf Raupen der Kleinen Nachtpfauenaugen in meiner Zucht, die inzwischen allesamt das Stadium L4 erreicht haben und sich nun als klare Saturnia pavoniella präsentieren.

Der Braune Bär (Arctia caja) ist immer noch nicht verpuppungsbereit, aber krättig gewachsen. Das Tierchen frisst vor allem Löwenzahn. Ebenso frisst auch die riesige Eichenspinner-Raupe (Lasiocampa quercus) weiterhin an der angebotenen Sal-Weide.

Auch ist noch eine Eulen-Raupe aktiv (frisst ausschließlich an Blüten, mit Vorliebe an Acker-Witwenblume). Ansonsten ist der Kasten voll mit Puppen  - u.a. 14 Aglais uricae.


4. Juli 2010

Der Braune Bär (Arctia caja) hat sich nun zwecks Verpuppung zurückgezogen. Zum Schluss war die Raupe gut  5 cm lang. Seit gestern vormittag rührte sie ihr Futter nicht mehr an. Die Puppenruhe dürfte nicht allzu lange dauern, so dass ich in zwei bis drei Wochen mit dem Schlupf dieses hübschen Falters rechne.

Die ungewöhnliche Saturnia-Raupe steht kurz vor der nächsten Häutung. Vielleicht ist sie danach ja zu identifizieren. Die anderen Saturnia-Raupen sind nun rd. 4 cm lang.

Die kleine Wickler-Raupe (Cnephasia sp.) ist schon seit einigen Tagen verpuppt:




5. Juli 2010

Die ganz oben gezeigte Saturnia-Raupe hat sich heute erneut gehäutet. Nun sieht sie so aus:



Sie sieht klar anders aus als die Raupen meiner Aufzucht. Vielleicht Saturnia pavonia?


7. Juli 2010

Eine Saturnia-Raupe ist ins Wasser gefallen und ersoffen. Es sind aus den beiden Gelegen nur noch vier Raupen übrig, die mittlerweile eine Länge von fast 5 cm erreicht haben. Als 5. Raupe kommt jene hinzu, die ich vor einigen Tagen an einer Weide im Garten gefunden hatte.

Der Braune Bär (Arctia caja) baut schon seit einigen Tagen an seinem Kokon:



Eine Puppe des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) war parasitiert und wurde aus dem Kasten entfernt. Die anderen 13 Puppen sehen bisher - bis auf die angeklebte Puppe - gesund aus.


8. Juli 2010

Aus der heruntergefallenen und später an einem Zweig angeklebten Aglais-urticae-Puppe ist heute eine große, wohl nicht näher bestimmbare Schlupfwespe der Gattung Ichneumon gekrabbelt:



Ichneumon sp.

Hauptsächlich wird der Kleine Fuchs von Ichneumon cessator und I. gracilicornis parasitiert, ausnahmsweise auch von I. affector.


10. Juli 2010

Gestern hatte ich noch einmal zwei verdächtige Aglais-urticae-Puppen aus dem Kasten entfernt und in einen unserer Balkonkästen gelegt. Heute ist es deutlich: Beide waren parasitiert, scheinbar aber von unterschiedlichen Tieren.  Die eine Puppe wies an der Seite ein größeres Loch und im Inneren eine gelbgraune Flüssigkeit auf, die andere Puppe glich heute einem Sieb und ist vollkommen hohl. Bisher ist kein einziger Kleiner Fuchs geschlüpft.

Auch eine Saturnia-Raupe wurde isoliert, da sie mir nicht ganz in Ordnung erscheint. Die Raupenhaut verfärbt sich zusehens graugrün. Sie frisst aber weiterhin. Die anderen Saturnia-Raupen entwickeln sich normal. Interessant ist, dass die ursprünglichen Raupen stets beieinander hocken, während sich die später im Garten entdeckte Raupe als konsequente Einzelgängerin zeigt. Diese befindet sich momentan in Häutungsruhe. Während dieser Zeit fressen und bewegen sich die Tiere nicht, auch sollte man sie nicht stören. Das folgende Foto zeigt die Raupe vom 3. Juni vor der Häutung L4/L5. Man erkennt die bevorstehende Häutung nicht nur am Verhalten, sondern auch am Kopf und den vorderen Beinchen, die sich dunkel verfärben. So saß die Raupe zwei Tage:



Häutungsruhe einer Saturnia-Raupe

Beim Futterwechsel schnitt ich das von ihr besetzte Blatt ab und setzte es samt Raupe vorsichtig auf das ausgewechselte Futter. Niemals sollte man die Tiere gewaltsam von ihren Positionen entfernen.


11. Juli 2010

Nach elf Tagen Puppenruhe schlüpften am Morgen im Minutenabstand fünf gesunde Aglais urticae. Auch die restlichen fünf Puppen wirken reif, d.h. ich rechne morgen früh bzw. vormittags mit dem Schlupf der Falter.





Drei auf einem Schlag ...



Sekunden vor dem Abflug

Der Braune Bär (Arctia caja) ist mittlerweile verpuppt:



Brauner Bär (Arctia caja), die 3 cm lange Puppe im lockeren Gespinst mit Resten der abgestreiften Raupenhaut.

Die Saturnia-Raupen haben inzwischen alle das letzte Raupenstadium (L5) erreicht. Die gestern isolierte Raupe scheint in Ordnung zu sein. Nun ist sie wieder bei ihrer Sippe im großen Kasten. Die Viecher werden jetzt noch eine Weile ganz besonders viel fressen, um sich schließlich in einem zuvor gesponnenen Kokon zu verpuppen. Dies geschieht i.d.R. an Kräutern nahe am Erdboden. Die Kokons/Puppen überwintern.

Immer noch nicht verpuppungsbereit, sehr gefräßig und mittlerweile ca. 7 cm lang ist die Eichenspinner-Raupe (Lasiocampa quercus) . Wie das Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia sp.) nehmen die riesigen Falter keine Nahrung zu sich und zehren während ihrer Existenz als Falter von den während der Raupenzeit angefressenen Reserven. Wie ich vom Kleinen Nachtpfauenauge weiß, können die Falter dennoch um drei Wochen lang leben.



-->  Fortsetzung

 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 
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