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24.07. bis 12.08.2009

24. Juli 2009

Heute ist etwas geschlüpft, allerdings kein Falter, sondern eine recht große Schlupfwespe. Sie hatte sich in der ältesten Vanessa-cardui-Puppe entwickelt und diese vollständig ausgehöhlt. Jene Schlupfwespenart (Pimpla sp.) sehe ich täglich an den Disteln der benachbarten Viehweide. Wahrscheinlich ist dort ein Großteil der Vanessa cardui parasitiert.





26. Juli 2009

Die Schwalbi-Puppe im kleinen Kasten wirkt seit heute verdächtig reif, so dass ich spätestens morgen mit dem Falterschlupf rechne. Bei einem Spaziergang am Vormittag traf ich gleich auf zwei taufrisch wirkende Schwalbenschwänze (jeweils Männchen). Der natürliche Ablauf ist aufgrund der Aufzuchtssituation also nicht nachhaltig gestört.



Schlupfreife Puppe von Papilio machaon: Man sieht bereits das Flügelmuster des Falters durchschimmern.

Von den Saturnia-pavoniella-Raupen sind nur noch drei an den Futterpflanzen. Zwei andere sind verpuppt. Eine bastelt zwischen den Disteln gerade an ihrem Kokon (siehe Foto unten).  Die vorletzte Vanessa-Cardui-Raupe befindet sich nun ebenfalls auf Wanderschaft und wird sich vermutlich morgen auf die Verpuppung vorbereiten.



Saturnia pavoniella: Das noch lockere Gespinnst des späteren Kokons


27. Juli 2009

Als ich heute früh gegen 7.30 Uhr in den Kasten schaute, war der Schwalbenschwanz - ein riesiges Weibchen - längst geschlüpft. Zehn Minuten später entleerte der Falter den Puppenharn und flatterte davon.



Das frisch geschlüpfte Schwalbenschwanz-Mädel

Die Saturnia-pavoniella-Raupe bastelt weiterhin an ihrem Kokon, der langsam Form annimmt:





28. Juli 2009

Auch der zweite Schlupf aus einer Vanessa-cardui-Puppe war eine Schlupfwespe. Es ist dieselbe Art wie die vom 24. Juli. Dieses Mal konnte ich sie ablichten. Vermutlich handelt es sich um Pimpla rufipes. Wer es besser weiß, möge mich bitte korrigieren.



Pimpla cf. rufipes, aus einer Vanessa-cardui-Puppe geschlüpft

Der gestern in unserer Küche geschlüpfte Schwalbenschwanz saß am späten Nachmittag plötzlich direkt am Haus am Boden. Ich dachte schon, das Tier sei vielleicht nicht in Ordnung, denn es ließ sich ganz problemlos in die Hand nehmen. Dort saß es kurz, tastete mit dem Rüssel kurz die Hand ab und segelte nach wenigen Sekunden putzmunter davon.



30. Juli 2009

Heute ist im großen Aufzuchtkasten überraschenderweise ein Zünsler geschlüpft. Ich habe keine Ahnung, woher er kam. Mir fiel vorher keine fremde Raupe oder Puppe auf. Es ist Pyrausta despicata, der Olivbraune Zünsler: 





Der verlassene Kokon mit der Exuvie im Inneren


31. Juli 2009

Der Verpuppungsvorgang von Saturnia pavoniella dauert unglaublich lange. Eine der Raupen arbeitet nun schon seit dem 26. Juli an ihrem Kokon und ist immer noch nicht verpuppt. Nach wie vor sind drei der Raupen am Fressen. Der größte Teil des Lebens dieser Tiere besteht aus dem Raupen- und Puppendasein. Als Falter leben sie ja nur sehr kurz, im Frühling nämlich. Ihre einzige Aufgabe ist die Fortpflanzung.


2. August 2009


Mittlerweile haben auch die drei verbliebenen Saturnia-pavoniella-Raupen das Fressen eingestellt. Zwei sind am Wandern, eine hat sich in einem der Pflanzgefäße zwecks Bau des Kokons niedergelassen bzw. schon damit begonnen. Interessant ist, dass diese Raupen stets Orte unter dichter Vegetation wählen. Sie graben sich nicht ein. Um den Überblick zu behalten, werde ich nach der Verpuppung alle Kokons in einer Kiste zusammenfassen und mittels zusammengeknülltem Küchenkrepp für das nötige Schutzfeeling sorgen.

Heute habe ich eine weitere Spanner- und Distelfalterraupe (15 mm) entdeckt. Letztere ernährt sich primär von Spitzwegerich. Zwar hatte ich ihr nach Entdeckung auch Distel und Malve angeboten, diese verschmäht sie aber.  Die Spannerraupe scheint sich polyphag zu ernähren. Sie frisst an allem, was die Töpfe im Kasten zu bieten haben.

Nun warte ich täglich auf den Schlupf der ersten Distelfalter. Vier der Puppen schauen sehr gesund aus und reagieren auch, wann man sie berührt. Bei Puppe Nr. 5 bin ich nicht ganz sicher. Lassen wir uns überraschen!


3. August 2009

Endlich mal eine Distelfalter-Puppe, die keinen Parasiten beherbergt! Seit heute vormittag ist eine Puppe schlupfbereit. Sie ist im Verlauf des Tages auffallend dunkel geworden, außerdem sieht man schon das Flügelmuster durch die spröde Puppenhaut schimmern. Heute ist der Falter noch nicht geschlüpft, aber morgen wird der Schlupf ganz sicher stattfinden.



Die Puppe des schlupfreifen Distelfalters (Vanessa cardui)

Drei weitere Puppen von Vanessa cardui wirken ebenfalls okay, bei einer Puppe bin ich mir nicht sicher, denn sie reagiert nicht auf Berührung.

Die Saturnia-pavoniella-Raupen haben sich nun alle zwecks Verpuppung von den Futterpflanzen entfernt. Drei sind bereits verpuppt, eine baut an ihrem Kokon, eine ist nicht auffindbar und eine wandert im Kasten herum.


4. August 2009

Der Distelfalter ist heute früh in unserer Küche geschlüpft. Hier die Bilder:












Der Saugrüssel wird ständig aus- und eingefahren.



Schließlich verliert der Falter den sog. "Puppenharn", der bei Tagfaltern oft blutrot ist. Wer selbst Falter aufzieht, sollte vor dem Schlupf über sensiblem Untergrund darauf achten, unter die Puppe etwas Zeitungs-, Küchen- oder sonstiges Papier zu legen, denn diese Flecken sind seeehr reinigungsresistent.



Knapp zwei Stunden nach dem Schlupf ist der Falter abflugbereit.

Im Kasten sind jetzt nur noch drei Raupen aktiv: eine jüngere Vanessa-Cardui-Raupe, eine kleine grüne (unbekannte und erst später entdeckte) Spannerraupe und eine immer noch wandernde Saturnia-pavoniella-Raupe, zusätzlich aber auch noch diverse Ohrwürmer und Regenwürmer.


6. August 2009

Wie ich schon vermutet hatte, befand sich in einer Distelfalter-Puppe mal wieder die schon einschlägig bekannte Schlupfwespenart (s.o.). Diese ist heute geschlüpft. Die nächste Distelfalter-Puppe dürfte übermorgen schlupfreif sein. Es wird ein gesunder Falter schlüpfen, dessen bin ich mir sicher. Ansonsten gibt es nichts Neues zu berichten.


10. August 2009

Der Distelfalter ist erst heute geschlüpft und hat sich dafür -  wie schon die Nr. 1 - einen trüben Regentag ausgesucht. Nachdem der Falter seine Flügel entfaltet hatte und den Puppenharn losgeworden war, nahm ich ihn aus dem Kasten und setzte ihn an einen geschützten Ort auf unserem Balkon. Dort saß das Tierchen noch über zwei Stunden lang, um in einer Regenpause urplötzlich davonzuflattern. Hier ein Foto des ca. 20 min. zuvor geschlüpften Schmetterlings:




11. August 2009

Heute ist der nächste Distelfalter geschlüpft, und zwar wider Erwarten erst gegen 17.45 Uhr. Dies ist ungewöhnlich, denn die Falter schlüpfen i.d.R. am Morgen bzw. im Verlauf des Vormittags. Einen abendlichen Schlupf habe ich noch nie erlebt. Momentan (19.30 Uhr) hängt der Falter immer noch, aber er hat bereits den Puppenharn abgelassen. Da es heute abend sehr kühl ist, könnte es sein, dass er erst morgen fliegen wird.

Die verbliebene Saturnia-pavoniella-Raupe ist - man mag es kaum glauben - immer noch am Fressen.

Nun befindet sich außer der o.g. Raupe nur noch eine Distelfalter-Raupe im Kasten, der dringend repariert werden muss. Ich hatte den Fehler gemacht, die Töpfe direkt auf die unbehandelten Holzbretter zu stellen, mit dem Ergebnis, dass sie aufgrund der Feuchtigkeit durch das Gießen der Futterpflanzen durchgebrochen sind. Die Reparatur wird wahrscheinlich erst übermorgen stattfinden. Es muss auch die Gaze an einigen Stellen sicherer befestigt werden.


12. August 2009

Der gestern geschlüpfte Distelfalter saß morgens tatsächlich noch am selben Ort und zitterte. Ich nahm ihn in die Hand und setzte ihn in der warmen Morgensonne auf blühenden Majoran. Kurze Zeit später flatterte er zielstrebig zu unserem Sommerflieder, wo er in Gesellschaft von vier weiteren Distelfaltern, einem Tagpfauenauge, zwei Zitronenfaltern und einem  Admiral war.



Die letzte Saturnia-pavoniella-Raupe hat sich nun ebenfalls in einen der Blumenkästen zurückgezogen und spinnt den Kokon. Die letzte Vanessa-cardui-Raupe scheint sich an einer der Pflanzen im Kasten verpuppen zu wollen. Das wäre nett, denn dann kann der Kasten mühelos repariert werden.




--> Fortsetzung



 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 
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