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Würmer 1: Rädertiere und Strudelwürmer

Rädertiere gehören Plattwurmartigen (Platyzoa), sind mehrzellig und leben hauptsächlich im Süßwasser. Man findet sie aber auch in Moosen und im feuchten Erdreich.

Namensgebend ist das sog. Räderorgan am Kopf der Tiere, mit dem die Nahrung in die Mundöffnung gestrudelt wird. Es gibt Rädertierchen mit elastischer Körperhaut sowie solche mit Panzer. Ebenso gibt es Tiere mit oder ohne Fuß. Ihre Größe bewegt sich zwischen 40 µm bis maximal 3 mm.



Dieses Rädertier war derart flink, dass es nur in einer Serie von Fotos zu erwischen war (noch mit dem Traveler-Mikroskop aufgenommen). Es wurde von Michael Plewka als Bryceella sp. bestätigt.



Aus Moos - vermutlich das Moos-Rädertier (Mniobia magma) - ca. 450 µm groß



Rädertier in eingezogener Ruhestellung



Ebenfalls ein Rädertier in Ruhestellung, jedoch eine andere (unbekannte) Art



Aus Moos, vielleicht Familie Adinetidae (Spanner-Rädertiere)



Spanner-Rädertier (Adineta sp.), aus Moos, det. Michael Plewka



Teleskop-Rädertier (Rotaria rotatoria), knapp 500 µm (Teich)



Dasselbe Tier



Kleine Art aus Moos (um 100 µm), Gattung Cephalodella (Zangen-Rädertier)





Ein Rädertier aus Moos (ca. 150 µm). Es handelt sich hier um das Mützen-Rädertier (Lepadella patella).



Das Mützen-Rädertier mit eingezogener Kopfhaube



Narrenkappen-Rädertier (Colurella sp.) aus einer Moosprobe, det. Michael Plewka



Narrenkappen-Rädertier (Colurella sp.), ca. 150 µm groß, Gartenteich



Wolf-Rädertier (Dicranophorus sp.), aus dem Teich



Recht großes Rädertier aus Moos, bisher unbestimmt



Reusen-Rädertier (Collotheca sp.), ebenfalls aus Moos, Größe: um 250 µm



Reusen-Rädertier (Collotheca ambigua), um 200 µm groß (Gartenteich)



Juveniles Stadium eines Reusen-Rädertiers



Zipfelpanzer-Rädertier (Lecane acus) dem Teich



Das gleiche Tier, aber eingezogen. Nun erkennt man die Form des Panzers.



Furchenpanzer-Rädertier (Notholca squamula), zusammengezogen. Größe: ca. 140 µm



Rüsselrädchen (Philodina sp.) aus dem Teich, Größe: ca. 200 µm



Leder-Rüsselrädchen (Dissotrocha aculeata) im eingezogenen Zustand. Gesamtlänge 350-600 µm




Panzer des Facetten-Rädertiers (Keratella quadrata), aus dem Gartenteich



Ein lebendes Facetten-Rädertier mit anhängendem Ei (Gartenteich)



Schmarotzer-Rädertier (Proales theodora, det. Eike F. Wilts)



Drachen-Rädertier (Synchaeta sp.) aus dem Gartenteich



Hauben-Rädertier (Squatinella sp.) aus dem Teich



Fußborsten-Rädertier (Euchlanis sp.) aus dem Teich



Schildkröten-Rädertier (Testudinella patina, um 200 µm)



Knickfuß-Rädertier (Trichotria pocillum)



Trophi des Kaumagenbereichs. Es handelt sich um harte, chitinhaltige Strukturen, die je nach Art unterschiedlich ausgebildet sind und der Zerkleinerung aufgenommener Nahrung dienen. In diesem Fall fand ich den Kauer isoliert in einer Wasserprobe.



Dies ist das Ei eines Rädertiers, möglicherweise Gattung Macrotrachela.



Auch das ist das Ei eines Rädertiers



Dies ebenfalls

Den Schlupf eines Rädertiers aus dem Ei kann man hier verfolgen: Schlupf.

Strudelwürmer (Klasse Turbellaria) gehören zu den Plattwürmern (Plathelminthes). Sie sind wie die Rädertiere mehrzellig und leben überwiegend im Wasser. Wasserbewohnende Strudelwürmer sind meist zwischen knapp 1 mm und wenigen Millimetern lang. Sie ernähren sich überwiegend räuberisch. Wie alle Plattwürmer besitzen Strudelwürmer zwar Mund und Darm, doch keinen After. Unverdaute Nahrung wird über den Mund wieder ausgeschieden.

Turbellarien haben sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane, sind also Zwitter, wobei eine Selbstbefruchtung nur bei wenigen Arten zu beobachten ist. Es gibt auch die ungeschlechtliche Vermehrung durch Teilung.




Fadenstrudelwurm (Catenula lemnae) aus dem Teich, ca. 1 mm lang (schiefe Beleuchtung)



Kopf mit Statozyste (= Sinnes-/Gleichgewichtsorgan vieler wirbelloser Tiere) im Gehirn









 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 

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