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Kieselalgen 1

Kieselalgen (Diatomeen bzw. Klasse Bacillariophycae) sind stets einzellig und vermehren sich durch Teilung, wobei die Folgegeneration immer etwas kleiner wird. Ist eine Untergrenze erreicht, setzt die geschlechtliche Vermehrung ein.

Das robuste Gerüst der Kieselalgen besteht aus Kieselsäure. Viele Arten sind zur Bewegung in der Lage, d.h. sie gleiten langsam durch das Wasser bzw. über eine Unterlage. Dies gilt insbesondere für die länglichen Spezies.

Kieselalgen besiedeln primär Gewässer, es gibt aber auch etliche Arten, die man im Erdboden findet, wo sie eine wichtige Stellung innerhalb der Mikroflora/-fauna des Bodens bilden. In Gewässern spielen viele Arten eine Rolle als Bioindikatoren.

Wichtig für die Bestimmung ist u.a. die Lage und Form der sog. Raphe. Es handelt sich hier um einen Spalt im Bereich der Längsachse mit Zentral- und Endknoten. U.a. hat die Raphe Bedeutung für die Fortbewegung von schiffchenförmigen Diatomeen. Im Plankton lebende Diatomeen haben meist keine Raphe.

Auf dem folgenden Bild ist die Raphe mit den Knotenpunkten gut erkennbar:



Sigma-Kieselalge (Gyrosigma sp.)



Wahrscheinlich Cymbella sp., eine Stiel-Kieselalge



Sigma-Kielalge (Nitzschia sigmoidea)



Eingeschnürte Stielchen-Kieselalge (Gomphonema truncatum)



Krug-Kieselalge (Amphora ovalis), ca. 80 µm lang



Bruch-Kieselalge (Fragilaria capucina)



Stab-Kieselalge (Fragilaria ulna)



Gemeine Zickzack-Kieselalge (Diatoma vulgaris)



Unbestimmte Kieselalge
 


Bänder-Kieselalge (Diatoma hiemalis)



Moor-Kieselalge (Tabellaria flocculosa), Einzelzellen um 40-50 µm lang



Grüne Rippen-Kieselalge (Pinnularia viridiformis)



Dickbauchige Bruch-Kieselalge (Fragilaria construens)



Flügel-Kieselalge (Surirella cf. linearis)



Algenlaus (Cocconeis sp.)



Aufsitzer-Kieselalge (Achnanthes frequentissima), ca. 25 µm winzig




 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 

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