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Gliederfüßer

Sowohl im Teichwasser wie in Moosrasen findet man auch Gliederfüßer (Arthropoda) bzw. deren Larven. Zu den Arthropoden gehören u.a. die Insekten, Spinnen, Tausendfüßer und Krebstiere. Im Teichwasser häufig sind Ruderfuß- krebse, Wasserflöhe und allerlei Insektenlarven. In Moosrasen findet man öfters die zu den Spinnentieren gehörigen Hornmilben.

Ruderfußkrebse (Krebse - Crustacea, Unterklasse Colepoda) sind primär Meerestiere. Als Süßwasserbewohner sind weltweit nur ca. 125 verschiedene Arten bekannt. Der Ruderfußkrebs wird auch als Hüpferling bezeichnet, was mit seiner flinken, ruckartigen Art sich zu bewegen zusammenhängt. Die Larve des Ruderfußkrebses wird als Naupliuslarve bezeichnet.




Naupliuslarve

Unterschieden werden im Süßwasser folgende drei Gruppen:
  • Calanoida (Diaptomus bis Heterocope)
  • Cyclopoida (Cyclops sp.)
  • Harpacticoida (Canthocamptus, Attheyella, Bryocamptus)



Nicht näher bestimmter Ruderfußkrebs. Es ist ein Weibchen mit anhängenden Eiballen (Größe: ca. 1 mm), Stack aus fünf Bildern


Muschelkrebse
(Unterklasse Ostracoda) ähneln aufgrund einer zweilappigen Schale winzigen Muscheln. Sie leben in allen möglichen Wasseransammlungen, wo sie sich gern am Grund oder an Pflanzenteilen aufhalten. Ihre Größe beträgt bis zu ca. 3 mm, meist sind sie aber kleiner. Das folgende Tier aus dem Gartenteich ist um 200 µm lang:



Frühlingsmuschelkrebs (Bradleystandesia reticulata)


Wasserflöhe (Ordnung Cladocera) sind in Mitteleuropa mit ca. 90 verschiedenen Arten vertreten. Im Gegensatz zu den Ruderfußkrebsen findet man diese Tiere fast nur in Süßwasser, hier vor allem in der ufernahen Pflanzenzone. Die meisten Wasserflöhe gehören zur Gruppe Anemopoda.



Linsenkrebschen (Chydorus sphaericus), ca. 350 µm



Totfund, und zwar des Gestreiften Zwergkrebschens (Alonella nana, det. Joost van de Sande). Größe: um 250 µm



Noch unbekannter Wasserfloh



Stachelkrebschen (Pleuroxus truncatus)



Totfund eines bisher unbestimmten Krebstiers, ebenfalls um 250 µm groß


Insektenlarven sind im Teichwasser sehr häufig zu finden. Die Mehrzahl ist so groß, dass man sie mit dem Makroobjektiv bzw. der Makrofunktion einer Kamera ablichten kann. Besonders klein sind vor allem viele Zuckmücken-, Eintagsfliegen-, Kriebelmücken-, Büschelmücken- und Tastermückenlarven.



Zuckmückenlarve (Chironomidae) - Größe: ca. 800 µm



Kopfdetail einer Eintagsfliegenlarve



Kopfbereich einer Gnitzenlarve (Bezzia sp., Ceratopogonidae)


Milben (Ordnung Acarina) gehören zu den Spinnentieren, wobei die überwiegende Mehrzahl das Festland besiedelt. Verhältnismäßig wenige Arten besiedeln auch das Wasser, wo sie wie die Wasserflöhe primär im Uferbereich zwischen Wasser- pflanzen leben.



Wahrscheinlich die Wasser-Hornmilbe (Hydrozetes lacustris, Größe: ca. 550 µm)


Weitere Fotos sind in der Galerie der Insekten im jeweiligen Unteralbum zu finden.


 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 

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