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Gartenteich II, zweites Jahr




März 2016

Der im letzten Jahr neu angelegte Gartenteich geht nun ins zweite Jahr. Mitte März 2016 sah er noch so aus:



Vom Teich war noch nichts zu sehen. Inzwischen ist er ungefähr zur Hälfte aufgetaut. Offenbar war er im relativ milden Winter nur oberflächlich gefroren, denn es gibt nur eine hauchdünne Eisschicht.

Im Teich herrscht bereits reges Leben. Bisher sah ich einige große Libellenlarven und Rückenschwimmer sowie einen großen Grasfrosch - es ist aber nicht mein geliebter, im letzten Sommer verschollener Track!


Mai 2016

Inzwischen blühen am Teichrand einige Schlüsselblumen und Sumpfdotterblumen. Im Teich selbst tut sich noch nicht viel, aber offensichtlich hat das frostempfindliche Hechtkraut den milden Winter überlebt, denn es treibt wieder aus. Auch die Binsen und Seggen sprießen.

Nebenbei entdeckte ich auch einen Froschlaich:



Der Teich im Mai:




Juni 2016

Aus dem Froschlaich ist nichts entstanden. Den Frosch gibt es aber noch.

Inzwischen sind im Teich erste Algenwatten zu sehen. Sie sammeln sich an einzelnen Rändern und in den bepflanzten Kübeln. Es handelt sich vor allem um die Jochalgen Spirogyra und Mougeotia sowie die Zieralge Closterium moniliferum. Ansonsten ist das Wasser klar wie immer. Der pH-Wert liegt nach sehr vielen Regenfällen bei 6.

Am Teichrand hat inzwischen der Fieberklee geblüht. Nun blüht das Breitblättrige Wollgras, über das ich mich sehr freue. Vergangenes Jahr hatte ich einige Samen des Wollgrases gesammelt und am Rand des Teichs deponiert. Heuer sind es an die zehn blühende Gräser. Anscheinend gefällt ihnen dieser Platz. Immer noch schlüpfen einzelne Frühe Adonis-Libellen. Mittlerweile sind an die 70 Tiere geschlüpft. Die ersten Tiere finden sich auch schon wieder zur Paarung ein. Auch ein erster Plattbauch ist geschlüpft. Normalerweise dauert die Larvenentwicklung dieser Art zwei Jahre. Aufgrund des letztjährigen heißen Sommers ging es schneller.

  Überall wuchert es.





Breitblättriges Wollgras (Epiphorum latifolium) - eine Art kalkreicher Niedermoore

Das mikroskopische Leben im Wasser ist ausgesprochen vielfältig. Neben vielen Wasserflöhen, Ruderfuß- und Muschelkrebsen tummeln sich auch unzählige, ganz unterschiedliche Rädertiere, Bauchhärlinge und andere Würmer. Bisher ist das kleine Feuchtbiotop vollkommen gesund.

Juli 2016

Nach der ersten Wiesenmahd war der Güllewagen des Bauern sehr nah am Teich vorbeigefahren, so dass einiges an Gülle im Wasser landete. Prompt setzte recht starkes Algenwachstum ein, das sich vorerst auf die Uferbereiche beschränkt. Trotzdem fische ich täglich einiges heraus.

Nun blüht die Seekanne (Nymphoides peltata):



Täglich gehen mehrere Blüten auf. Nun blühen auch die Seerose und die Schwanenblume. Bald wird auch das Hechtkraut wieder blühen.



Schwanenblume (Butomus umbellatus)




Zwerg-Seerose (Nymphaea tetragona)




24. Juli 2016

August 2016


Der Frosch ist leider verschwunden. Vermutlich hat ihn Katze Mini erwischt. Das Algenproblem besteht immer noch, und ich schöpfe täglich die gröbsten Watten heraus. Ansonsten ist das kleine Gewässer aber ein herrliches Habitat für unglaublich viele kleine und größere Organismen, darunter auch viele Zieralgen.

Die Unterwasserpflanzen gedeihen gut, vor allem das Ährige Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) und Wasserschlauch (Utricularia).



Blühendes Tausendblatt



Wasserschlauch (Utricularia gibba)


Oktober 2016

Die Seekanne brachte noch bis vor zwei Wochen ständig neue Blüten hervor. Jetzt begibt sie sich zur Ruhe. Der Teich wird nun auf den Winter vorbereitet. Das von den nebenan stehenden Birken in den Teich verfrachtete Laub wird mittels Kescher täglich entfernt, Stauden oberhalb der Wasseroberfläche abgeschnitten. Die Algen sind nun stark zurückgegangen. Das Wasser ist vollkommen klar. Da der Teich aufgrund des feuchten Sommers nie mit Leitungswasser aufgefüllt werden musste und nur von Regenwasser gespeist wurde, ist der pH-Wert gesunken. Er beträgt jetzt pH 6 (vor einem Jahr noch pH 7). Der Leitwert bewegt sich um 100 µS bzw. leicht darunter.









 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 
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