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Bärtierchen

Die mehrzelligen Bärtierchen (Tardigrada) findet man vor allem in Moospolstern und Flechtenlagern, selten auch im Wasser oder im Schlamm. Durchschnittlich sind sie um 400-500 µm groß. Innerhalb der Fauna stellen sie einen äußerst interessanten, bisher aber nicht wirklich durchschaubaren Stamm dar.

Die Tiere haben acht Beine und häuten sich in ihrem Leben vier- bis sechsmal. Die Exuvien werden nicht selten als geschützte Eiablagestätte der Weibchen benutzt. Die im Verlauf des Jahres gefundenen Bärtierchen sind überwiegend Weibchen. Männchen kann man primär im Vorfrühling finden.

Die Tardigrada sind außerordentlich widerstandsfähig. Man hatte sie zu For-schungszwecken schon in flüssigem Sauerstoff tiefgefroren sowie kochendem Wasser und Trockenheit ausgesetzt: Sie überlebten und erholten sich bald, nachdem sie in ein entsprechendes Medium gesetzt wurden. Dass diese Fähigkeiten den Forschertrieb reizen, dürfte klar sein ...


Hier einige Fotos dieser interessanten Wesen:



Ansicht von unten



Ansicht von oben



Weitere Ansicht



Ein kleineres Bärtierchen aus dem Gartenteich. Wahrscheinlich handelt es sich um Calohypsibius sp.



Das frisch geschlüpfte Bärtierchen (ca. 80-90 µm) erinnert an Gummibärchen.



Eier in einer Exuvie



Reifere Eier



Auch dies ist ein Bärtierchen-Ei



Dieses Bild zeigt den Kopf eines Bärtierchens. Man erkennt Mund, Schlund und Saugmagen mit Radiärmuskeln.



Eines der Beinchen mit den endständigen Krallen



Die beiden Hinterbeinchen


 
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen. (Johann Wolfgang von Goethe)
 

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